Waldecker Spielzeugmuseum

SpielZeugen erzählen aus längst vergangener Zeit

Die Welt der Mode, der Schönen und Reichen, der Super Stars und Mädchenträume – die Barbie-Puppe


Wir verabschieden uns vor dem 1. Advent von Barbie und ihren Freunden mit ihren wunderbaren bunten Traumwelten. Wer also die Szenen um die wohl weltweit berühmteste Puppe noch einmal sehen möchte, sollte sich beeilen. Veronika Raczek begleite zum Ausstieg am 20. November noch einmal ihre Sonderausstellung und freut sich auf interessiere Gäste.

Wir verabschieden uns vor dem 1. Advent von Barbie und ihren Freunden mit ihren wunderbaren bunten Traumwelten. Wer also die Szenen um die wohl weltweit berühmteste Puppe noch einmal sehen möchte, sollte sich beeilen. Veronika Raczek begleite zum Ausstieg am 20. November noch einmal ihre Sonderausstellung und freut sich auf interessiere Gäste.

Die Sonderausstellung dreht sich um die Welt der Mode, der Schönen und Reichen, der Super Stars und Mädchenträume – die Barbie-Puppe

 Die „Barbie“ ist seit 1959 auf dem Markt und dabei die meistverkaufte Puppe der Welt. Sie stammt von der Firma Mattel, die 1945 von dem Ehepaar Ruth und Elliott Handler sowie Harold Matson gegründet wurde. Ruth Handler wollte eine Puppe produzieren, die Ähnlichkeit mit einem Mannequin hat. Auf einer Europa-Reise entdeckte sie „Lilli“, ursprünglich eine Comic-Figur, die seit 1955 als Puppe verkauft wurde. Modelliert hatte sie Max Weißbrodt von der Firma Hausser in Neustadt. 

Zu Barbie gehörte von Beginn an ein umfangreiches Sortiment an topmodischer Kleidung und an Accessoires für jede Gelegenheit, wie Skiausrüstung und Tennisdress oder Inlineskater. 

 Ihr Aussehen wandelte sich mit dem jeweils zeitgenössischen Geschmack. Die erste Barbie hatte blonde oder brünette Haare, als Pferdeschwanz und mit gelocktem Pony. Anfangs war die Ausstattung der Puppe noch an den gehobenen Schichten orientiert. Erst seit den 1970er Jahren gab es eine Annäherung an Kleidung und Freizeitverhalten auch der unteren sozialen Schichten. 

 Zu den zahlreichen Verwandten und Freundinnen, die das Barbie-Sortiment erweiterten, zählen seit 1980 auch latein- und afroamerikanische Barbies sowie „Becky“, die als erste der Puppen im Rollstuhl sitzt. Ken, seit 1961 fester Freund von Barbie, spielte immer nur eine Nebenrolle. Barbie hat unzählige Hochzeitskleider, aber niemals geheiratet. 

 Veronika Raczek aus Volkmarsen sammelt seit Jahrzehnten Barbie-Puppen und Zubehör. Sie hat eine umfangreiche Sammlung und ist so freundlich, das Thema um die wohl weltweit berühmteste Puppe im Waldecker Spielzeugmuseum nach ihrem Sammelschwerpunkt vorzustellen.

Eröffnung der Sonderausstellung "Schuco, eine Leidenschaft" am 1. Advent

Rainer Giel erzählt: Meine Liebe zu altem Blechspielzeug

Angefangen hat alles 1971. Ich war auf dem Weg in die Selbstständigkeit und bezog eine eigene Wohnung. Natürlich gab es noch Restbestände von Spielzeug aus meiner Kindheit. Ein Großteil wurde aber im Vorfeld bereits an meine Neffen und jüngeren Verwandten verschenkt. Was macht man mit den Sachen, die noch vorhanden sind, die man gehütet und geschont hat und die auch die Kindheit überlebt haben ?

Ich hatte einen Arbeitskollegen, der etwas älter war als ich und damals schon Blechspielzeug gesammelt hatte. Regelmäßig besuchte er an Wochenenden Börsen im Umkreis von ca. 100 Kilometern um Kassel. Wir verabredeten uns und ich fuhr mit, um mein noch sehr gut erhaltenes Spielzeug zu verkaufen. Doch, was fand ich vor ?

Wunderbares Blechspielzeug, das ich als Kind sehr gerne besessen hätte, meine Eltern mir aber aufgrund der Einkommensverhältnisse leider nicht kaufen konnten. So kam es, wie es kommen musste. Ich habe natürlich nichts verkauft, sondern noch dazugekauft. Die Faszination an den uhrwerk- und batteriebetriebenen Spielzeugen der 60er und 70er Jahre war in mir geweckt, und wir sind anschließend regelmäßig zu zweit an den Wochenenden unterwegs gewesen.

Heute habe ich alles, was ich als Kind einmal geschenkt bekommen und besessen habe wieder in meine Sammlung und noch einiges mehr.

Bild aus dem Archiv, Division Director Schuco wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Peter Brunner.