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Werbeplakat aus dem Jahr 2000
Der Verein stellt sich vor

Die Initiative
Ausstellung 2002
Ausstellung 2002

Die Pläne für ein Spielzeugmuseum entstanden aus dem hessischen Landeswettbewerb „Unser Dorf – Kinder im Dorf“ im Jahr 2000. Von Massenhäusern Kindern ging damals die Initiative aus, eine Ausstellung mit historischem Spielzeug aus dem Dorf zu inszenieren. Der Sammlungsaufruf erbrachte eine Vielzahl an Objekten, sodass die Ausstellung in das Begleitprogramm der 700-Jahrfeier des Ortes aufgenommen wurde. Über den Kontakt zu Sammlern konnte der Bestand erheblich ausgeweitet werden. Räumlichkeiten für die angewachsene Sammlung fanden sich schließlich in der ehemaligen Schule in Massenhausen in der Briloner Straße 9. Seit dem Jahr 2000 wurde dort in den Monaten April bis Dezember mit großem Erfolg die Ausstellung „Spiel-Zeugen eines Jahrhunderts“, unter dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer, präsentiert.  
Ausstellung 2002
Ausstellung 2002

Der Verein

Aufgrund durchweg positiver Resonanz der Ausstellungsbesucher, offenem Gehör bei den örtlichen politischen Gremien und wachsenden Feuereifer der Aktiven im Ausstellungsbetrieb reifte der Gedanke, dauerhaft die Ausstellung „Spielzeugen eines Jahrhunderts“ in den Ort zu integrieren.  Um die Pläne zur Gründung eines Museums forcieren zu können, wurde im November 2001 der Museums- und Heimatverein Massenhausen e. V. gegründet, dessen Zusammensetzung weit über Massenhausen hinaus reicht. Inzwischen ist der Verein von 36 Gründungsmitgliedern auf mehr als 120 Vereinsmitglieder angewachsen. Viele Mitglieder beteiligen sich aktiv an den Aufgaben und Arbeiten im laufenden Betrieb. Der Verein verfolgte seit Gründung zielgerichtet und mit großem Elan den Aufbau des Waldecker Spielzeugmuseums. Dazu gehörten die Organisation und Betreuung der provisorischen Ausstellung der Sammlung in der ehemaligen Schule und die Erstellung und fortlaufende Führung von Bestandslisten zu den neu hinzukommenden Sammlungsobjekten. Auch die Gewährleistung der Aufsicht während der Öffnungszeiten und Sonderöffnungszeiten für Gruppen nach telefonischer Anmeldung und das Angebot von Führungen durch die Sammlung von kompetenten Spielzeugsammlern aus dem Verein gehören dazu. Wechselnde Sonderausstellungen wurden initiiert und lockten immer wieder neue Besucher an. Eine Vereinszeitschrift informiert die Mitglieder über die aktuellen Belange und laufenden Aktivitäten und sorgt für eine Transparenz der Vereinspolitik und der Geschäfte. 
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Der Vorstand 2002

Förderung

Dem Verein, der allein durch Laienengagement Museumsausstattung und –betrieb in Bewegung halten konnte, war es wichtig professionelle Hilfe hinzuzuziehen. Erste Kontakte zum Hessischen Museumsverband wurden geknüpft. Bereits beim ersten Besuch durch die Museumsberatung Hessen Nord, wurden die Signale zur Bereitschaft bei der praktischen und finanziellen Unterstützung des Vereins auf grün gestellt. Somit ist der Verein dem Hessischen Museumsverband beigetreten. Damit verbunden waren kontinuierliche kompetente Beratungsbesuche, die Einleitung einer Studie zur
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Namensgebung 2002
Machbarkeit eines Spielzeugmuseums in der Region bei vorhandenen Ressourcen sowie die Zusicherung finanzieller Unterstützung.
 Die Voraussetzungen, die der Hessische Museumsverband an den Verein stellte, um als förderfähig zu gelten, wurden sorgsam geschaffen. Angefangen bei der Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2002, weiter über die Erstellung eines Grobkonzepts, der Inventarisierung aller Exponate bis hin zur Schaffung eines angemessenen Verhältnisses des Museumseigentums zu den Leihgaben wurde der Auftrag des Museumsverbandes vom Verein erfüllt.

Landesprogramm Dorferneuerung

Durch die Aufnahme des Stadtteils Massenhausen in das Förderprogramm Dorferneuerung konnte die Frage zur Unterbringung des Museums in geeignete Räume geklärt werden. Ein leer stehendes Gebäude, das unter Denkmalschutz in zentraler Lage des Ortes steht, wurde als Förderschwerpunkt in der Dorferneuerung vom Land Hessen gestützt. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen machten eine sinnvolle Nutzung des heruntergekommenen Gebäudes für kommunale, kirchliche und museale Zwecke realisierbar. Etwa 1,2 Millionen Sanierungskosten, zu 75 % durch das Förderprogramm Dorferneuerung gedeckt, ergaben ein Paradebeispiel für das Entgegenwirken vor dem gefürchteten Ausbluten ländlicher Wohngebiete. Nach etwa zweijähriger Bauzeit konnte mit der Inneneinrichtung des Museums auf etwa 300 Quadratmeter zur Verfügung stehender Fläche durch den Museums- und Heimatverein Massenhausen begonnen werden. 

Finanzierung der Inneneinrichtung

Auf Beschluss des Museums- und Heimatvereins Massenhausen, unter Mitwirkung der Museumsberatung Hessen Nord, ist die Finanzierung der Inneneinrichtung zunächst auf drei Jahre (2006 bis 2008) bei einem Gesamtvolumen von 100.000 Euro verankert worden. Das betrifft die sächliche Ausstattung und die Finanzierung der Planer und Gestalter, sowie die Entwicklung des Feinkonzeptes. Eine 50%ige Förderung durch den Museumsverband ist in den Abschnitten 2006 und 2007 abgeschlossen bzw. zugesichert. Ein Drittel der Ausstellungsräume ist bereits nach standardisierten Museumsaspekten fertiggestellt, ein weiteres Drittel der Ausgestaltung der Räume ist derzeit in Durchführung und im Jahr 2008 werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Verein hat großen Wert darauf gelegt, alle Räume für den Besucher attraktiv und gefallend sowie mit Aussagekraft darzustellen. Entsprechend gibt es eine vorläufige Darstellung der zukünftigen Museumsräume, ohne quantitative Einbuße der vielfältigen Exponate. In gekennzeichneten Räumen muss zunächst auf Wandabwicklung, Objektbeschriftung, Texttafeln und geeignete Ausstellungshilfen und Vitrinen verzichtet werden, wobei auch die konzeptionelle Ausstellungsform sehr liebevoll, aber von Vereinsmitgliedern zunächst provisorisch eingepflegt worden ist. Von der nackten Idee, historisches Spielzeug im Zuge einer Dorfveranstaltung auszustellen, bis zur Realisierung eines professionellen Museums, das „Waldecker Spielzeugmuseum“, hat es insgesamt weniger als sieben Jahre gedauert. Eine Aussage, die kaum weiter kommentiert werden muss.

Umzugseindrücke vom Dezember 2006
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