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Schönes und Liebenswertes

aus der Zeit von 1890 bis 1940

NuhiI

Was ist Kunst und was ist Kitsch? Wer besitzt die Kompetenz dieses zu beurteilen? Für mich ist Kunst das, was gefällt. Und mir gefallen all die zart modellierten Figuren, besonders die Kinder aus Porzellan.


Sie wurden aus Biskuit-Porzellan (unglasiert) oder aus glasiertem Porzellan hergestellt. Als Spielzeug dienten nur die kleinen Figürchen, die den Puppen ähnlich waren, wie  Kewpies und Googlys. Die meisten Figuren schmückten die gute Stube von besser gestellten Arbeitern und Angestellten als Statussymbol.

Figürliches Porzellan, nicht nur zum Spielen - Seitdem ich mich mit alten Porzellanpuppen beschäftige, interessiere ich mich auch für Porzellanfiguren. Meine große Liebe gilt den Piano Babys und Figuren der Fa. Gebr. Heubach, welche in Lichte/Thüringen ihren Sitz hatte. Ab 1910 stellten diese auch Puppenköpfe her. In einigen Biskuitfiguren spiegeln sich bekannte und beliebte Puppengesichter wieder.


Auch Kewpies, Googlys und Schneekinder haben mein Herz erobert. Kewpies waren Schutzengel für Kinder. Sie entstanden nach Illustrationen von Rose O‘ Neill. Viele Porzellanmanufakturen haben Kewpies hergestellt. Sie wurden in großer Anzahl in die USA exportiert.


Googlys (Schielaugen) bringen mit ihrem Charme jeden Betrachter zum schmunzeln. Schneekinder wurden in vielen Posen hergestellt. Ihr mit Porzellan beflockter Anzug sieht aus, als hätte es gerade geschneit.Nuh


Teepuppen (Halbpuppen) stellten oft berühmte Persönlichkeiten dar. Auch bekannte Gemälde inspirierten die Modelleure. Sie schmückten  Kaffee - oder Teewärmer, Nadelkissen, Tischbesen und Dosen.


In der Zeit des Jugendstils hatte das Vertiko Porzellan, auch Nippes genannt, seinen Höhepunkt. Eine solche Figur aus dem Wohnzimmer meiner Großmutter halte ich sehr in Ehren.

Beim Betrachten einer Sammlung bedenkt man kaum, mit welcher Mühe und welchem Aufwand diese Porzellanfiguren entstanden sind. Vor dem Scharfbrand bei ca. 1200 Grad mussten viele Figuren erst aus mehreren gegossenen Teilen zusammengesetzt werden. Danach erfolgte die Bemalung in drei bis vier Bränden. Einige Porzellanfiguren habe ich reproduziert. Die Herstellung ist sehr mühsam.

 

Sammler sind glückliche Menschen, egal was gesammelt wird.

Als Sammler von antiken Figuren steht man vor einem vielfältigen Sammelgebiet. Man muss entscheiden ob man „quer Beet“ sammelt, oder sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren will.

Ich habe mich für die kindlichen Porzellanfiguren entschieden. Sie sind eine wunderschöne Dekoration und ein schmückendes Beiwerk meiner Puppensammlung.

In den vergangenen gut zwanzig Jahren habe ich meine SammlungNuhi aufgebaut. Immer hatte ich ein waches Auge. Fündig wurde ich oft auf Antikmärkten, Börsen und Auktionen im Inn- und Ausland. Durch die gemeinsame Leidenschaft entstehen viele Freundschaften, der Gesprächsstoff geht Sammlern niemals aus.


Die Sammlung umfasst:

Gebr. Heubach Piano Babys und Figuren – Kewpies - Googlys – Schneekinder - Teepuppen - gemarkte und ungemarkte Porzellanfiguren aus Biskuit und glasiertem Porzellan.

von Rosemarie Nuhi


Rosemarie Nuhi hat auch eine eigene schöne Homepage im Internet - sehen Sie doch mal hinein.

Dort steht:

Meine Puppenphilosophie:

Puppen faszinieren mich schon seitdem ich laufen kann. Sie bauen eine Brücke zwischen Kindheit und Erwachsensein, geben Freude und Anerkennung. Es ist die Faszination des kreativen Schaffens, das für mich Glück und Zufriedenheit bedeutet. 

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