MIRAKOCAR – das Auto, das nicht vom Tisch fällt

Das von der Firma Schuco 1951 vorgestellte MIRACOCAR war in technischer Hinsicht eine Weiterentwicklung des Patent-Autos, das schon in den 1930er Jahren Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeisterte. Die Funktionsweise dieses Schuco-Modells wurde 1959 in einem Jugendbuch folgendermaßen beschrieben: „Der Trick ist ein querlaufendes Rädchen, das durch eine Luke in der Mitte des Fahrzeugbodens nach unten herausschaut. Solange die Vorderräder auf der Tischfläche stehen, braucht man das Rädchen nicht. Aber jetzt kommt die Tischkante. Die Autoschnauze steht schon darüber hinaus, kippt nach vorn und will gerade hinunterpurzeln – da berührt das Querrädchen unsichtbar die Tischfläche und lenkt das Auto sorgsam und sicher zur Seite. Sogleich gewinnt auch die Vorderachse wieder festen Boden, und die Fahrt kann weitergehen, bis das Auto an eine andere Tischkante kommt und das Spiel sich wiederholt“.
Das Mirakocar war auch ein beliebtes und ideales Spielzeug für unterwegs, da es funktionell in sich geschlossen war. In der einen Hosentasche das Mirakocar, in der anderen den dazugehörigen Uhrwerkschlüssel, das war die „Ausrüstung“ vieler Jungen in den 1950er und 1960er Jahren beim obligatorischen Sonntagsausflug. Ob bei Verwandten oder im Restaurant, kein Tisch war vor dem Mirakocar und seinem Besitzer sicher.
Im Design sind die Mirako-Fahrzeuge Vorbildern aus dem Amerika der frühen 1950er Jahre nachempfunden. So erinnern besonders die PKW´s der Mirako-Serie an die legendären „Custom Cars“ mit niedriger Dachlinie sowie schmalen Fensterschlitzen.
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