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Abteilungen für Jungenspielzeug
Diese Abteilungen sind dem bis in die 1950er Jahre üblichen, klassischen Jungenspielzeug gewidmet. Auch hier verband sich in zeitgenössischer Auffassung mit der Anschaffung des Spielzeugs das Ideal einer geschlechtsspezifischen Erziehung. Im Mittelpunkt stand das Einüben vermeintlich männlicher Tugenden wie Tapferkeit und Mut sowie das Erlernen bestimmter Fähigkeiten als Vorbereitung auf den Beruf.
Wie die Baukästen der Förderung der Kreativität und Geschicklichkeit der Jungen dienen und auf den Beruf der Ingenieure und Konstrukteure vorbereiten sollten, zielten Dampfmaschinen und Fahrzeuge aller Art darüber hinaus auf das technische Verständnis ab. Dabei stellt das technische Spielzeug als maßstabgetreue Kopie ihrer Vorbilder zugleich einen Spiegel der realen zeitgenössischen Entwicklungsstandards dar. Schaukelpferde, Trommel und Uniform, Ritterburgen und Zinnsoldaten sowie eine ganze Reihe von modernen Kriegsspielzeugen machten Jungen mit dem Phänomen des Krieges vertraut, was in der Entwicklung nach 1871 weitere Höhepunkte im 1. und 2. Weltkrieg erreichte. Bauernhöfe machten vor allem die Stadtkinder mit dem Leben auf dem Land vertraut. 
Das Waldecker Spielzeugmuseum besitzt neben Ritterburgen, Kriegsspielzeug und Bauernhöfen mit Zubehör eine umfangreiche Sammlung an Baukästen, technischem Spielzeug und Fahrzeugen sowie Eisenbahnzubehör. Insbesondere die Modelleisenbahn, die von den Besuchern bedient werden kann, stellt schon jetzt in der provisorischen Ausstellung einen besonderen Anzugspunkt dar. Ein vielseitiges Spektrum an typischem Jungenspielzeug aus der Zeit von 1900 bis in die 1970er Jahre kann gezeigt werden. Darunter befinden sich einige in Sammlerkreisen heiß begehrte Stücke.
Das Jungenspielzeug wird, den unterschiedlichen Funktionsbereichen der Objekte folgend, in die Themenbereiche Abenteuer- und Kriegsspielzeug, Bauernhöfe, Baukästen, Technisches Spielzeug, Fahrzeuge und Eisenbahn aufgeteilt.
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