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Geschichte
Massenhausen wird in einer Urkunde aus dem Jahre 1300, in der die Ritter Stephan und Konrad von Horhausen (= Nieder-Marsberg) eine Hufe (Ackergut) in Massenhausen an das Augustinerinnenkloster Arolsen schenkten, erstmals erwähnt. Auf die ältere Existenz des Dorfes Massenhausen deutet seine Erwähnung in einer undatierten, aber sicher aus dem frühen 13. Jahrhundert stammenden Zehntliste des westfälischen Klosters Corvey. Die Kirche ist das älteste Bauwerk im Dorf. Ihre Lage auf einem ebenen erhöhten Vorsprung und vermauerte Schießscharten im Kirchturm weisen auf den ursprünglich wehrhaften Charakter der Anlage im späten Mittelalter hin. Bemerkenswert sind alte Hofanlagen mit charakteristischen Längs- und Querdielenhäusern, die sich in der Dorfmitte um die Kirche gruppieren.
Der Lindenplatz
Alte Urkunden belegen, dass an diesem Platz bereits 1339 Recht gesprochen wurde. Hier tagte das Gogericht oder Thing. Im 15. Jahrhundert wechselte der Richtplatz nach Mengeringhausen. 1865 bis 1962 stand hier das Spritzenhaus. Dies war zur Zeit der Gebäudeerrichtung fast der höchste bebaute Platz in Massenhausen, so dass die Feuerspritze auch ohne Pferde schnell zum Brandort geschafft werden konnte. Auch wurden hier vom Ortsgendarm Landstreicher für eine Nacht festgesetzt, wenn sie sich nicht an Recht und Ordnung hielten. Bei der Aktion „Unser Dorf soll schöner werden", wurde dieser Ort hergerichtet und wird nun seit ein paar Jahren zu gut besuchten Dorffesten benutzt.
Massenhausen heute
Der heute sehr lebhafte und demografisch junge Ort bietet neben zahlreichen Sparten im Sportverein, Schießsport, Gesangverein und kirchlichen Gruppierungen einen Kindergarten sowie einen gut gehenden Dorfladen nebst Gaststätte. Als besonderes touristisches Angebot laden Wanderwege mit Zwischenstopp in der Dorffreizeitanlage ein, Kinder sind besonders erwünscht. Die beliebte Asphaltstockbahn kann von Gruppen stundenweise unter 05691/7495 gemietet werden, und im Waldecker Spielzeugmuseum erzählen über 2000 „Spielzeugen eines Jahrhunderts“ über längst vergangene Zeiten.
Das Waldecker Spielzeugmuseum
In Massenhausen zeigt das Waldecker Spielzeugmuseum über 2000 Objekte aus der Zeit von 1830 bis 1960. In vielfältigen Facetten ist die Welt der Kinder aus den Schichten kleinbürgerlicher oder bäuerlicher Familien dargestellt. „Geliebt verspieltes“ Spielzeug, das die Welt der Mode, der Ideologien und den Stand der Technik seiner Zeiten genauso wiedergibt, wie es an die Schauplätze der Mädchen und Jungen zwischen Geburt und Jugendalter aus fast 150 Jahren erinnert, zeugt davon, dass Spielen und Lernen dicht beieinander liegen. Ein Raum mit Darstellungen aus früheren Volksschulen bekräftigt nochmals das Wesen vergangener gesellschaftlicher Strukturen, denen Kinder auf dem Land ausgesetzt waren.
Heimat
von Karl Brühne jun.
Wo's Hessenland zu Ende geht,
ein wacker, hübsches Dörflein steht.
Massenhausen wird es genannt,
über 700 Jahre steht es im Land.
Mächtige Linden wachen über den Ort,
liebe nette Menschen findet ihr dort.
Eigeninitiative wird hier groß geschrieben,
Traditionen und Nachbarschaft sind wach geblieben.
Wir sind naturverbunden und heimattreu,
auch Kinderfreundlichkeit ist nicht neu.
Sportlich sind wir besonders gut drauf,
auch kulturell nimmt's einen guten Lauf.
Ob Alt oder Jung, ob Frau oder Mann,
hier gehen alle „Gemeinsam voran!".
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